Krankheiten Erklärung
- Das Thema Erbkrankheiten nehmen wir sehr ernst. Um die Entstehung der folgenden Krankheiten konsequent zu verhindern, verpaaren wir niemals Trägertiere miteinander. Dies ist für uns eine Selbstverständlichkeit – auch wenn der KfT diese Untersuchungen aktuell noch nicht vorschreibt.
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- Juvenile Laryngeal Paralysis&Polyneuropathy JLPP
Die sogenannte Juvenile laryngeal paralysis and polyneuropathy? oder JLPP (Polyneuropathie) ist eine Erbkrankheit, die die Nerven betriff und die bei betroffenen Tieren bereits ab einem Alter von drei Monaten zu Atemschwierigkeiten bei Aufregung oder körperlicher Anstrengung führt. Ebenso fällt eine Veränderung beim Bellen auf. Im weiteren Verlauf der Krankheit entwickeln sich Schwäche und Koordinationsprobleme der Hinterhand, was sich langsam auch in die Vorderbeine ausweitet. Schwierigkeiten beim Schlucken treten ebenso auf, was die Gefahr von Ersticken oder Lungenentzündungen birgt. Die Krankheit ist nicht heilbar und führt bereits nach wenigen Monaten nach Auftreten der Symptome zum Tod führen
Progressive Retinaatrophie (prcd-PRA) ***
Die progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine Augenerkrankung, die zu einer krankhaften Rückbildung (Degeneration) der Netzhaut (Retina) und im weiteren Verlauf zur Erblindung führt. Die Netzhaut, die sich an der hinteren Innenseite des Auges befindet, ist für die Bildentstehung verantwortlich und besteht aus Lichtsinneszellen (Photorezeptorzellen) sowie spezialisierten Nervenzellen. Es werden zwei Typen von Photorezeptoren unterschieden: Stäbchen und Zapfen. Die Stäbchenzellen sind spezialisiert auf das Dämmerungs- (hell-dunkel) und Kontrastsehen. Die Zapfenzellen hingegen auf das Tages- und Farbsehen. Bei der PRA verlieren zuerst die Stäbchenzellen ihre normale Funktion. Dies führt zu fortschreitender Nachtblindheit und einem Verlust der Anpassung des Sehvermögens. Im späteren Stadium werden auch die Zapfenzellen zerstört, so dass es schließlich zur völligen Erblindung des Hundes kommt. Die Krankheitssymptome treten in der Regel schon in der frühen Jugend auf, in den verschieden Hunderassen allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Degenerative Myelopathie (DM) Exon 2
Die canine degenerative Myelopathie (DM) kann bei älteren Hunden aller Rassen auftreten. Häufig wird die schwere Nervenerkrankung bei den Rassen Deutscher Schäferhund und Berner Sennenhund beschrieben und sollte bei der Zucht berückschtigt werden. Neben diesen Rassen sind aber viele weitere Rassen von der degenerativen Myelopathie betroffen.Ein erkrankter Hund zeigt ab einem Alter von etwa 8 Jahren Veränderung in der Bewegung. Bei einer DM sind die Nervenfasern (oberes Motoneuron) und das Rückenmark verändert. Die Symptome gestörte Muskelbewegungen und unkoordiniertes Laufen (Ataxie) sowie Schwäche bis Lähmung (Parese) zeigen sich zuerst in der Hinterhand und nehmen dann einen fortschreitenden Verlauf. Die Erbrankheit ist vor allem im Rückenmark in der Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule lokalisiert. Als Risikofaktor für die Entwicklung einer DM wurde eine Variante im Exon 2 des SOD1-Gens bei vielen Rassen nachgewiesen. Bei Berner Sennenhunden gibt es zusätzlich eine Variante im Exon 1 dieses Gens, die ebenfalls mit der DM in Zusammenhang steht.
2. Ein weiterer wichtiger Baustein unserer Gesundheitsvorsorge ist das Röntgen der Hüften und Ellenbogen unserer Zuchttiere. Damit minimieren wir das Risiko für eine vererbbare Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) maximal. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass trotz bester genetischer Voraussetzungen dennoch ein Welpe an HD oder ED erkranken kann. Die Entwicklung der Gelenke hängt von vielen äußeren Faktoren ab und lässt sich daher nie gänzlich ausschließen. Auch eine genetische Untersuchung auf Hyperurikosurie.(SLC) HUU ist selbstverständlich und mittlerweile auch zum Glück Pflicht